Herzlich Willkommen bei den Schweizer Weintagen.
Die Winzer

Lernen Sie ganz persönlich die Winzer der Schweizer Weintage 2021 kennen, gerne werden sie Ihnen ihren Wein vorstellen.

Weingut Familie Hansruedi Adank

Hansruedi, Rezia und Patrick Adank

Klar, authentisch und mineralisch – so beschreiben Adanks ihre von der Umgebung geprägten Weine. Ihre rund 6 Hektar Reben in der Bündner Herrschaft bieten das perfekte Terroir, um Crus hervorzubringen, deren guter Ruf locker bis über die Landesgrenzen reicht: Die Kreidekalk- und Schieferböden auf bis zu 600 Meter Höhe, der Wetterschutz der steilen Felswände, der mildernde Einfluss des Rheins, der Südwind sowie die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für eine alpine Frische sorgen. Wenn da noch eine seit 1984 anhaltende Familientradition und perfektes Handwerk dazukommen, kann dies nur in Superlativen münden. Die Pinot Noir, aber auch der Schaumwein des Hauses sind gefragte Raritäten. Seit über 30 Jahren wirken Hansruedi und Rezia Adank im Herzen von Fläsch. Inzwischen ist Sohn Patrick zurückgekehrt – mit einem prall gefüllten Rucksack an Wissen und Erfahrung von seiner Ausbildung in Geisenheim und Dijon sowie von seinen Einsätzen u.a. im Burgund, Neuseeland und in der Champagne. Die Saga geht weiter.

www.adank-weine.ch

Artisan du Vin

Cédric Delacquis

Wieso nicht die Perspektive wechseln und aus der Finanzbranche in die vielfältige Weinwelt eintauchen? Vor über 10 Jahren liess sich Cédric Delacquis in Changins zum Önologen ausbilden. Es folgten Wanderjahre von der französischen Schweiz bis nach Neuseeland. Die vielfältigen Erfahrungen widerspiegeln sich in seinen spannenden und ausdrucksstarken Assemblagen mit Trauben aus dem Wallis, Genf und der Waadt. Gearbeitet wird nach Mondphasen, ohne Hilfsmittel tierischer Basis und die Weine werden unfiltriert abgefüllt. Ein Blick auf das Sortiment zeigt: Cédric Delacquis ist ein Meister der Assemblagen – seine Crus vereinen etwa Gamay und Cabernet Franc, Gewürztraminer und Pinot Blanc als Orange Wein oder die Bordeaux-Sorten Merlot und Cabernet Franc. Wir sind gespannt auf diese Weine und freuen uns sehr, dass die äusserste Ecke der Westschweiz durch die neue Genfer Weingeneration vertreten ist.

www.artisan-vin.ch

Domaine Bonnet du Fou

Manuel Schneiter & Roman Thürig

Bonnet du Fou – Narrenkappe: Das sind Manuel Schneiter und Roman Thürig. Anfang 2021 haben sie ein Weingut mitten in Twann am Bielersee übernommen, auf dem sie zuvor schon seit einem halben Jahr wirken konnten. Auf zwei Hektar werden fünf verschiedene Sorten kultiviert, die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung ist bereits im Gange. Die beiden Luzerner haben an ihre Weine den Anspruch, unverfälscht, Terroir-typisch und komplex zu sein. Der Weg dazu führt für sie über naturnahe (Hand-)Arbeit, Ertragsbeschränkung und den Verzicht auf Schönungsmittel sowie weitere unnötige Eingriffe im Keller.

www.bonnetdufou.ch

Weingut Jauslin

Adrian und Urs Jauslin

Seit über 50 Jahren tragen die Jauslin-Weine den Namen der Winzerfamilie auf der Etikette. Adrian Jauslin, der zusammen mit Vater Urs für die Vinifikation verantwortlich ist, arbeitet heute die 5. Generation im Familienbetrieb. Am Südhang des Wartenbergs werden im milden Klima der Rheinhochebene auf 6,5 Hektar zehn verschiedene Rebsorten kultiviert: vom trinkigen Gutedel bis zum Flagschiff «Hohle Gasse» – ein charakterstarker Pinot Noir, der regelmässig Preise einheimst und soeben in die «Mémoire des Vins Suisses», der Schatzkammer des Schweizer Weins, aufgenommen wurde. Jauslins sind das erste Weingut der Region, dem diese Ehre zukommt. In den Rebbergen sorgen u.a. Trockensteinmauern und punktuell auch ein aufwändiger «Stickelbau» für Biodiversität. In der Kellerei wird derweil fleissig erweitert. Da geht was.

www.weingutjauslin.ch

Tschäpperli Weine

Ueli Bänninger

Die rund 3,5 Hektar Tschäpperli-Reben wachsen idyllisch gelegen im Talkessel am Ende der Aescher Klus. Hier, an historischer Lage, wirken seit über 30 Jahren Ulrich und Barbara Bänninger-Zurflüh. Gekeltert werden Weine aus Blauburgunder, Riesling-Silvaner, Pinot Gris, Garanoir, Diolinoir und Syrah, auch mit pilzresistenten Sorten wird experimentiert. In einem normalen Jahr werden bis zu 25’000 Flaschen Eigenproduktion abgefüllt, dazu kommt mehr als das Dreifache als Lohnkelterung. Nicht so im Frostjahr 2017, in dem es fast zum Totalausfall kam. Durch kompetente Kommunikation hat Ueli Bänninger viel dazu beigetragen, die schwierige Situation der Winzer der Öffentlichkeit näher zu bringen. Als 2017er-Spezialität lanciert er deshalb eine Cuvée Blanc und einen Rosé aus zugekauften Trauben. Es gibt also neue Tschäpperli-Weine zu entdecken neben den vielfach ausgezeichneten Crus aus Bänningers Repertoire.

www.tschaepperliweine.ch

Schott Weine

Anne-Claire Schott

Die vielseitig talentierte Winzerin und Önologin Anne-Claire Schott ist durch ihr Kunstgeschichtestudium schon länger mit Basel verbunden. Seit drei Jahren nun ist ihr Wohn- und Arbeitsort aber Twann, wo sie das elterliche Weingut übernommen hat. Ein Geheimtipp sind ihre Weine schon länger nicht mehr, zu schnell hat sich ihre spannende Cuvée “Aromen der Landschaft” herumgesprochen. Bei nur ein paar hundert Flaschen pro Jahrgang ist sie jeweils entsprechend schnell vergriffen. Aber auch die anderen Weine überzeugen mit einer klaren und sauberen Handschrift, die Lust auf mehr macht.

www.schottweine.ch

Weinbau Markus Ruch | Mosterei Oswald + Ruch

Markus Ruch und Benjamin Oswald

Eingeklemmt zwischen dem Schaffhauser Rheinfall und der deutschen Grenze wachsen die 3,2 Hektar Reben von Markus Ruch. Einen Namen gemacht hat sich der Winzer vor allem mit seinen unverschämt guten Pinot Noir aus verschiedenen Einzellagen. Das Potenzial dieser Rebsorte, im Zusammenspiel mit den kalkhaltigen Lehmböden des Klettgau, hat Ruch 2007 dazu bewogen, sich nach seinen Wanderjahren im «Blauburgunderland» niederzulassen. Doch der Ostschweizer kann mehr als nur Pinot. Neben messerscharfem Riesling, rarem Pet Nat und einem Müller-Thurgau aus der Amphore macht er auch mit Cidre von sich reden. Zusammen mit Benjamin Oswald hat Ruch damit begonnen, aus den Früchten vernachlässigter Apfel- und Birnenbäume prickelnde Obstweine mit wenig Alkohol zu keltern. Auch hier mit Erfolg und steigender Nachfrage. Mit ihrem Engagement unterstützt das Duo nicht nur das Überleben rarer alter Hochstamm-Sorten – sie engagieren sich auch für die Biodiversität.

www.weinbauruch.ch

www.oswaldruch.ch

Schifferli Wein

Andrin Schifferli

Die Malanser Completerhalde ist eine der legendärsten Lagen der Bündner Herrschaft, benannt nach der raren lokalen Rebsorte. Diese Completerhalde können Andrin und Astrid Schifferli als Adresse ihres kleinen Weinguts angeben. Hier keltern sie diverse Crus, viele davon in klein- und Kleinstmengen – nicht selten mit viel Lust am Experiment. Vom Malanser Pinot Gris gab’s im Forstjahr 2017 nur 88 Flaschen – eine willkommene Gelegenheit, die Trauben nach einfachster Machart ohne jegliche Zusatzstoffe zu keltern. Im Rebberg ist Handarbeit angesagt. Zum Einsatz kommen ausschliesslich Naturstoffe im Sinne der Pflanzenstärkung. Neben diversen Burgunder-Sorten sowie Riesling-Sylvaner und Merlot können Andrin und Astrid Schifferli bald auch eigene Completer-Weine keltern – kürzlich haben sie nämlich eine Parzelle mit der «Malanserrebe» bepflanzt.

www.schifferliwein.ch

Strickhof – Wülflinger Trotte

Anja Bono

Der Strickhof ist ein Kompetenzzentrum für Land- und Ernährungswirtschaft. Auf dem 4,5 Hektar umfassenden Bereich Rebbau hat man sich ganz der Entwicklung und Pflege des Ostschweizer Weinbaus verpflichtet. In der Wülflinger Trotte werden die Freiheiten im Ausbildungs- und Forschungsbetrieb gerne ausgelotet: Neben hervorragenden Pinot Noir wurde auch schon früh – also vor dem Hype – Wein aus georgischen Amphoren, Kvevris genannt, produziert. Daneben gibt’s aktuell das «Weinstreich»-Paket zu beziehen, eine eigene Linie mit experimentellen Weinen und eigenen farbenfrohen Etiketten, gestaltet von einer angehenden Grafikerin der Schule für Gestaltung St. Gallen. Die sieben Weine stammen aus den Jahrgängen 2011 bis 2019 und tragen Namen wie «Holzwurm», «Steinfass» oder «Tonamphore». Mit der Vermarktung und dem Verkauf wurde dieses einzigartige Projekt nun abgeschlossen – auf dass im Strickhof wieder neue Ideen spriessen können.
www.strickhof.ch

Adrians Weingut

Adrian Hartmann

Erst seit 2016 führt Adrian Hartmann das von seinem Grossvater gegründete Rebgut selbständig im Oberaargau in der Nähe von Schinznach, fast an der Aare gelegen. Die Sprache der Weine und auch das visuelle Auftreten lassen vorausahnen, dass dieses Weingut nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben wird. Der erste Jahrgang seines Süssweins aus Riesling-Silvaner wurde in der Gourmetfachzeitschrift Falstaff mit 92 Punkten ausgezeichnet. Der trockene Zweigelt darf auch nicht unversucht bleiben, zu saftig und trinkig präsentiert er sich. Kein Wunder sind Adrians Flaschen heiss begehrt und immer schnell ausverkauft.

www.adrians-weingut.ch

Klus 177

Lukas Vögele und Antoine Kaufmann

Gestatten, Klus 177 – mit dem Release des Jahrgangs 2018 haben Antoine und Irene Kaufmann auch den Namen ihres Weinguts erneuert. Dieses haben sie Anfang 2017 übernommen als es noch Domaine Nussbaumer hiess. Davor wirkte das Paar 18 Jahre in der Provence. Mit ihnen hat nicht nur frischer Wind, sondern auch eine neue Philosophie Einzug gehalten in der vorderen Klus: Die Klus 177 ist das erste Weingut der Region, das nach einer Übergangsphase mit dem Biodynamie-Gütesiegel Demeter zertifiziert sein wird. Insgesamt bewirtschaften Kaufmann und sein Team rund 5 Hektar Reben – die allermeisten davon in der Klus, aber auch in Biel-Benken, wo der Winzer aufgewachsen ist. Die frisch abgefüllten Crus präsentieren sich elegant und mineralisch und sind ein Versprechen für die Zukunft.

www.klus177.ch

CasaNova Wein Pur

Marco Casanova

Marco Casanova pflegt seine insgesamt 5 Hektar Reben in Zizers (GR) und Walenstadt (SG) nach biodynamischer Philosophie. Mit grossem Erfolg: 2017 wurde er von VINUM und Bio Suisse zum «Biowinzer der Jahres» gekürt. Casanovas Reben in Walenstadt könnten kaum eindrücklicher wachsen: Die Terrassen der «Seemühle» liegen direkt am Walensee und der «Fürscht» befindet sich unter den steilen Felswänden des Churfirsten-Massivs. Tagsüber werden die Trauben durch die Spiegelung der Sonne via Seeoberfläche stark erhitzt, abends werden sie vom Fallwind, der die Felswände herunterweht, abgekühlt. Das Gestein ist tiefgründig, mineralisch, sehr kalkhaltig und in Südlage. In einem normalen Jahr keltert Casanova rund 12 verschiedene Weine, u.a. aus den Sorten Pinot Noir, Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc und Riesling-Silvaner.

www.casanova-weinpur.ch

Cantina Blass

Alex und Gabriela Blass, Isabel und Marc Holzwarth

Die Cantina Blass ist ein Kleinstbetrieb im Herzen von Astano, einem kleinen Tessiner Bergdörfchen unweit der italienischen Grenze. 2019 übernommen von Alex Blass, Geologe und Koordinator, und Gabriela Blass, Illustratorin und kreative Kraft. Komplettiert wird das Team durch den Önologen Marc Holzwarth und die Winzerin Isabel Holzwarth. Die rund 4 Hektar Rebberge an den Hügeln von Sessa, Agno und Bioggo werden von Hand und nach Bio-Richtlinien bearbeitet. Sie sind hauptsächlich Merlot-Trauben bestockt, daneben wird aber auch Cabernet Franc und etwas Chardonnay kultiviert. Daraus entstehen trinkfreudige und auch mal unkonventionelle Crus, die meistens nach Lagen getrennt in offenen Eichenbottichen vergoren und in Barriques oder Amphoren ausgebaut werden. Jeder Wein wird auf dem Etikett von einem passend zum Charakter in Szene gesetzten Schaf symbolisiert – diese heissen dann etwa Marlene, Penelope, Vito oder Vittorio. Da der Platz der Kellerei in den engen Gassen von Astano begrenzt ist, soll etwas Abseits ein Cantina-Neubau entstehen. Der jetzige Sitz im historischen Convento Vecchio, ein klosterartiges Tessinerhaus aus dem 17. Jahrhundert, bietet übrigens eine charmante Ferienwohnung. Wein, Wohnen und Umgebung – die Cantina Blass ist auf jeden Fall ein Abstecher wert. www.cantinablass.ch

www.cantinablass.ch

Vinigma

Valentin Schiess

Um seinen Namen kommt man in Basel nicht herum. Valentin Schiess ist der einzige Winzer, der auf Basler Boden keltert – im Gundeli, gleich neben dem Bahnhof. Urbaner geht’s kaum. Und nicht nur das macht Valentin Schiess zu einem aussergewöhnlichen Winzer: Er pflegt langjährige Zusammenarbeiten mit Partnern in der Schweiz und im Ausland. So keltert er neben den Trauben, die in Jenins in der Bündner Herrschaft wachsen, auch solche aus Salgesch im Wallis. Er hat sein Sortiment sogar um einen argentinischen Malbec und einen Blanc de Blanc Méthode Classique erweitert. Die kontinuierliche Arbeit an Qualität, Finesse und die Eigenständigkeit seiner Weine zeichnen Valentin Schiess aus. Seine Crus werden regelmässig im In- und Ausland prämiert und von Basel bis Japan getrunken und geschätzt.

www.vinigma.ch

HerterWein

Stephan Herter

Der Strickhof ist ein Kompetenzzentrum für Land- und Ernährungswirtschaft. Michele Bono, Leiter des 4,5 Hektar umfassenden Bereichs Rebbau, hat sich ganz der Entwicklung und Pflege des Ostschweizer Weinbaus verpflichtet. Er lotet die Freiheiten im Ausbildungs- und Forschungsbetrieb gerne aus: Neben hervorragenden Pinot Noir-Crus wird in der Wülflinger Trotte des Strickhofs auch Vom Koch übers Marketing zum Winzer am Taggenberg bei Winterthur. Vielleicht liegt es an seinem Werdegang, dass Stephan Herter auch in schwierigen Zeiten stets ein Rezept findet, um seinen Betrieb über die Runden zu bringen. K(l)eine Ernte wegen Frost? Die Weinlinie «Väterchen Frost» aus zugekauften Trauben wird erschaffen – und so erfolgreich, dass sie beibehalten wird. Totalausfall wegen Hagel? Die Crowdfunding-Aktion «What The Hail» bringt Abhilfe. Doch hinter der Leichtigkeit und Coolness, mit der Herter sich jeweils freistrampelt, steckt harte Arbeit – das zeigen seine schonungslos ehrlichen Berichte aus den Rebbergen. 3,5 Hektar umfassen diese total, bewirtschaftet nach biodynamischen Grundsätzen und mit viel Hingabe für die Artenvielfalt. Herters Weine sind Charakterköpfe – deshalb hat jeder einen eigenen Namen, benannt nach (und illustriert mit) tierischen Fabelwesen. Die Pinot Noir vom Taggenberg heissen etwa Ruprecht und Grimbart, der Chardonnay hört auf den Namen Strix, wie die Eule, und Rufus, der Luchs, das ist der Sauvignon Blanc. Da fragt man sich, welches Fabelwesen Stephan Herter wäre. Irgendeines jedenfalls, das sich mit viel Einfallsreichtum immer wieder neu befreien und erfinden kann. Wir sind gespannt, welche Ideen Stephan Herter in Basel mit dabei hat.

www.herterwein.ch

Siider – Fricktaler Apfelwein

Cyrill und Ivan Hossli

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Oder wie im Fricktal das Cidre-Handwerk neu interpretiert wird. Die Brüder Cyrill und Yvan Hossli keltern in ihrem Keller in Hornussen traditionelle Apfelweine im Flaschengärverfahren. Die handgeernteten Früchte stammen von den naturbelassenen Hochstammbäumen der Grosseltern oder von Freunden. Eine ihrer Siider-Variationen haben die experimentierfreudigen Brüder mit Pinot Noir angereichert und so eine ganz neue, spannende Spielart erschaffen. Ein Mix aus Cidre und Wein, der auch in der Gastronomie auf grossen Anklang stösst. À propos Pinot: inzwischen kümmern sich die Siider-Jungs mit Freunden um rund 4 Hektar Reben im Fricktal. Gut möglich also, dass es an künftigen Weintagen noch mehr Wein zu verkosten gibt am Siider-Stand – aus Äpfeln und aus Trauben.

www.siider.ch

Bioweingut Sitenrain

Nora Breitschmid

Junges Weingut, junge Winzerin, junge Rebsorten und eine fast unbekannte Weinregion. 2005 pflanzten Erika und Ueli Breitschmid in Meggen die ersten Reben ihres kleinen Bioweinguts. Dabei setzten sie auf neue, pilzresistente Sorten wie Solaris, Souvignier Gris, Marechal Foch und Cabernet Cortis. Aus diesen werden Weine mit ausgeprägter Frucht und – bei den weissen Crus – nicht selten auch einem Schuss Exotik gekeltert. Nach einer Winzerlehre im Tessin und einem Studium in Luzern kümmert sich nun Tochter Nora Breitschmid mit ihren drei Schwestern und einem jungen Team um die inzwischen 4,5 Hektar Reben. Diese wachsen auf Sandsteinböden an bester Südlage – mit Blick über den Vierwaldstättersee und auf den Pilatus. Kein Wunder, finden hier bei dieser Lage auch Winzerfeste oder Openair-Konzerte statt.

www.sitenrain.ch

Cantina Fa’Wino

Simone Favini und Claudio Widmer

2012 fanden die Freunde Simone Favini und Claudio Widmer, die beide in Changins Önologie studiert haben, zusammen und gründeten das Cantina Fawino. Simone hatte vorher schon unter dem Namen Favini Weine gekeltert, der Name wurde im Rahmen des Zusammenschlusses an den seines Partners angepasst. Die drei Hektaren Rebland befinden sich in zwei Lagen auf über 450 Metern Höhe am Monte San Giorgio und am Monte Generoso. Nach den Richtlinien der integrierten Produktion und mit minimaler Einwirkung auf die Weine bei der Vinifizierung werden acht verschiedene Weine gekeltert, hauptsächlich aus Merlot. Der bedeutendste Weinführer Italiens «Gambero Rosso» nahm das Tessin kürzlich in die Ausgabe 2018 auf. Der Merlot Riserva «Musa» 2014 von Fa’wino wurde als einer von nur zwei Weinen aus dem Tessin mit der Höchstnote, den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet.

www.fawino.ch

Silou Wines

Manuel Tschanz & Maja Möckli

Ganz frisch, im Jahr 2021, hat ein fünfköpfiges Team um Manuel Tschanz und Maja Möckli das Weingut von Lukas Hasler übernommen. In drei Gemeinden am Bielersee sind die 4,5 Hektar Reben verteilt. Daraus werden reinsortige und cuvierte Weine in drei eigenen Klassifizierungen gekeltert: Just Wine, Just Variety und Just Single Block. Das «just» in den Bezeichnungen verdeutlicht, dass die junge Crew Weine bieten möchte, die in jedem Fall Freude und Spass beim Trinken machen. Die Typizität der Trauben und des Terroirs sollen aber stets erkennbar sein, die Weine eine erkennbare Silhouette haben – daher der Name Silou Wines.

www.silou-wines.ch

Rötiberg Kellerei

Stephan Keller & Sebastian Gerner

Rötiberg – das ist eine der bestgelegenen und sonnigsten Reblagen am Wilchingerberg im wilden Westen von Schaffhausen. Und so heisst auch die Kellerei, die 2001 von Rebbauern der Region ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit ihrem Team haben es Geschäftsführer Stephan Keller und Kellermeister Sebastian Gerner geschafft, die Klettgauer Weine auch in Europa bekannter zu machen. Die 65 Rötiberg-Winzer bewirtschaften 32 Hektar Rebland. Mit moderner Kellertechnik werden handgelesene Trauben aus Wilchingen, Osterfingen und Trasadingen verarbeitet. Die Region wurde vor Urzeiten vom Rhein geformt und mit Böden aus Lehm, Kies und Muschelkalk gesegnet. Das breite Sortiment reicht vom unkomplizierten Partywein bis zum gereiften Spitzencru, mit dem traditionellen «Dichterwii» wird den Wilchinger Poeten gehuldigt und im Winter gibt’s sogar einen Glühwein. Ende April wird der Wonnemonat jeweils mit einer «Tanz in den Mai» Weinparty in der Kellerei eingeläutet. Der Erfolg des innovativen Geschäftsmodells wird immer wieder durch Auszeichnungen und Medaillen im In- und Ausland unterstrichen.

www.roetiberg.ch

Weingut Riehen

Silas Weiss

2018 hat Silas Weiss auf dem Weingut Riehen die Zügel als Betriebsleiter übernommen – unterstützt vom Markgräfler Winzer Hanspeter Ziereisen sowie Jacqueline und Urs Ullrich, die sich neu an dem 3,5 Hektar grossen Weingut im Riehener Schlipf beteiligen. Seit 2014 haben sich die eleganten Crus aus dem nordwestlichsten Rebgebiet der Schweiz in kürzester Zeit einen hervorragenden Ruf unter Liebhabern und Weinkritikern verschafft – damals unter dem Label «Jost & Ziereisen». Mit dem jungen Winzer Silas Weiss, der zuvor in Kaliforniern gewirkt hat, soll die Qualität der Weine weiter gesteigert werden. Der Weg dazu: strenge Selektion, Ertragsreduktion, spontane Gärung und ein schonender Ausbau. Auf den Muschelkalkböden werden Chardonnay, Pinot Blanc und Sauvignon Blanc kultiviert – und natürlich Pinot Noir.

www.weingutriehen.ch

btt