Herzlich Willkommen bei den Schweizer Weintagen.
Die Winzer

Lernen Sie ganz persönlich die Winzer der Schweizer Weintage 2021 kennen, gerne werden sie Ihnen ihren Wein vorstellen.

Weingut Jauslin

Adrian und Urs Jauslin

Seit über 50 Jahren tragen die Jauslin-Weine den Namen der Winzerfamilie auf der Etikette. Adrian Jauslin, der zusammen mit Vater Urs für die Vinifikation verantwortlich ist, arbeitet heute die 5. Generation im Familienbetrieb. Am Südhang des Wartenbergs werden im milden Klima der Rheinhochebene auf 6,5 Hektar zehn verschiedene Rebsorten kultiviert: vom trinkigen Gutedel bis zum Flagschiff «Hohle Gasse» – ein charakterstarker Pinot Noir, der regelmässig Preise einheimst und soeben in die «Mémoire des Vins Suisses», der Schatzkammer des Schweizer Weins, aufgenommen wurde. Jauslins sind das erste Weingut der Region, dem diese Ehre zukommt. In den Rebbergen sorgen u.a. Trockensteinmauern und punktuell auch ein aufwändiger «Stickelbau» für Biodiversität. In der Kellerei wird derweil fleissig erweitert. Da geht was.

www.weingutjauslin.ch

Tschäpperli Weine

Ueli Bänninger

Die rund 3,5 Hektar Tschäpperli-Reben wachsen idyllisch gelegen im Talkessel am Ende der Aescher Klus. Hier, an historischer Lage, wirken seit über 30 Jahren Ulrich und Barbara Bänninger-Zurflüh. Gekeltert werden Weine aus Blauburgunder, Riesling-Silvaner, Pinot Gris, Garanoir, Diolinoir und Syrah, auch mit pilzresistenten Sorten wird experimentiert. In einem normalen Jahr werden bis zu 25’000 Flaschen Eigenproduktion abgefüllt, dazu kommt mehr als das Dreifache als Lohnkelterung. Nicht so im Frostjahr 2017, in dem es fast zum Totalausfall kam. Durch kompetente Kommunikation hat Ueli Bänninger viel dazu beigetragen, die schwierige Situation der Winzer der Öffentlichkeit näher zu bringen. Als 2017er-Spezialität lanciert er deshalb eine Cuvée Blanc und einen Rosé aus zugekauften Trauben. Es gibt also neue Tschäpperli-Weine zu entdecken neben den vielfach ausgezeichneten Crus aus Bänningers Repertoire.

www.tschaepperliweine.ch

Schott Weine

Anne-Claire Schott

Die vielseitig talentierte Winzerin und Önologin Anne-Claire Schott ist durch ihr Kunstgeschichtestudium schon länger mit Basel verbunden. Seit drei Jahren nun ist ihr Wohn- und Arbeitsort aber Twann, wo sie das elterliche Weingut übernommen hat. Ein Geheimtipp sind ihre Weine schon länger nicht mehr, zu schnell hat sich ihre spannende Cuvée “Aromen der Landschaft” herumgesprochen. Bei nur ein paar hundert Flaschen pro Jahrgang ist sie jeweils entsprechend schnell vergriffen. Aber auch die anderen Weine überzeugen mit einer klaren und sauberen Handschrift, die Lust auf mehr macht.

www.schottweine.ch

Quergut

M.Huber, C.Bühlmann, Th. Löliger

Cécile Bühlmann, Michael Huber und Thomas Löliger – diese drei Quereinsteiger bilden das Quergut mit zwei Reblagen in Arlesheim. Drei Köpfe, zwei Lagen – ein Name. Cécile Bühlmann und Michael Huber bewirtschaften die familieneigenen Reben im Schlossberg nach Richtlinien der integrierten Produktion IP. Thomas Löliger kultiviert seine Reben nach Bio-Richtlinien auf dem steilen Gemeinderebberg im Steinbruch. Alle drei arbeiten Teilzeit neben ihrer Aufgabe im Weinberg – sie als Hobbywinzer zu bezeichnen, wäre aber viel zu kurz gegriffen. Das Trio hat entsprechende Ausbildungen genossen und investiert viel in die Bewirtschaftung der teilweise steilen Lagen auf insgesamt 2,5 Hektar Rebfläche. In die Flaschen kommt ein interessantes Sortenspektrum vom klassischen Blauburgunder bis zu pilzwiderstandsfähigen Trauben wie Johanniter und Cabernet Jura.

www.quergut.ch

Schifferli Wein

Andrin Schifferli

Die Malanser Completerhalde ist eine der legendärsten Lagen der Bündner Herrschaft, benannt nach der raren lokalen Rebsorte. Diese Completerhalde können Andrin und Astrid Schifferli als Adresse ihres kleinen Weinguts angeben. Hier keltern sie diverse Crus, viele davon in klein- und Kleinstmengen – nicht selten mit viel Lust am Experiment. Vom Malanser Pinot Gris gab’s im Forstjahr 2017 nur 88 Flaschen – eine willkommene Gelegenheit, die Trauben nach einfachster Machart ohne jegliche Zusatzstoffe zu keltern. Im Rebberg ist Handarbeit angesagt. Zum Einsatz kommen ausschliesslich Naturstoffe im Sinne der Pflanzenstärkung. Neben diversen Burgunder-Sorten sowie Riesling-Sylvaner und Merlot können Andrin und Astrid Schifferli bald auch eigene Completer-Weine keltern – kürzlich haben sie nämlich eine Parzelle mit der «Malanserrebe» bepflanzt.

www.schifferliwein.ch

Ô Faya Farm

Ilona Thétaz

www.ofaya.ch

Adrians Weingut

Adrian Hartmann

Erst seit 2016 führt Adrian Hartmann das von seinem Grossvater gegründete Rebgut selbständig im Oberaargau in der Nähe von Schinznach, fast an der Aare gelegen. Die Sprache der Weine und auch das visuelle Auftreten lassen vorausahnen, dass dieses Weingut nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben wird. Der erste Jahrgang seines Süssweins aus Riesling-Silvaner wurde in der Gourmetfachzeitschrift Falstaff mit 92 Punkten ausgezeichnet. Der trockene Zweigelt darf auch nicht unversucht bleiben, zu saftig und trinkig präsentiert er sich. Kein Wunder sind Adrians Flaschen heiss begehrt und immer schnell ausverkauft.

www.adrians-weingut.ch

Klus 177

Lukas Vögele und Antoine Kaufmann

Gestatten, Klus 177 – mit dem Release des Jahrgangs 2018 haben Antoine und Irene Kaufmann auch den Namen ihres Weinguts erneuert. Dieses haben sie Anfang 2017 übernommen als es noch Domaine Nussbaumer hiess. Davor wirkte das Paar 18 Jahre in der Provence. Mit ihnen hat nicht nur frischer Wind, sondern auch eine neue Philosophie Einzug gehalten in der vorderen Klus: Die Klus 177 ist das erste Weingut der Region, das nach einer Übergangsphase mit dem Biodynamie-Gütesiegel Demeter zertifiziert sein wird. Insgesamt bewirtschaften Kaufmann und sein Team rund 5 Hektar Reben – die allermeisten davon in der Klus, aber auch in Biel-Benken, wo der Winzer aufgewachsen ist. Die frisch abgefüllten Crus präsentieren sich elegant und mineralisch und sind ein Versprechen für die Zukunft.

www.klus177.ch

CasaNova Wein Pur

Marco Casanova

Marco Casanova pflegt seine insgesamt 5 Hektar Reben in Zizers (GR) und Walenstadt (SG) nach biodynamischer Philosophie. Mit grossem Erfolg: 2017 wurde er von VINUM und Bio Suisse zum «Biowinzer der Jahres» gekürt. Casanovas Reben in Walenstadt könnten kaum eindrücklicher wachsen: Die Terrassen der «Seemühle» liegen direkt am Walensee und der «Fürscht» befindet sich unter den steilen Felswänden des Churfirsten-Massivs. Tagsüber werden die Trauben durch die Spiegelung der Sonne via Seeoberfläche stark erhitzt, abends werden sie vom Fallwind, der die Felswände herunterweht, abgekühlt. Das Gestein ist tiefgründig, mineralisch, sehr kalkhaltig und in Südlage. In einem normalen Jahr keltert Casanova rund 12 verschiedene Weine, u.a. aus den Sorten Pinot Noir, Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc und Riesling-Silvaner.

www.casanova-weinpur.ch

Cantina Blass

www.cantinablass.ch

Vinigma

Valentin Schiess

Um seinen Namen kommt man in Basel nicht herum. Valentin Schiess ist der einzige Winzer, der auf Basler Boden keltert – im Gundeli, gleich neben dem Bahnhof. Urbaner geht’s kaum. Und nicht nur das macht Valentin Schiess zu einem aussergewöhnlichen Winzer: Er pflegt langjährige Zusammenarbeiten mit Partnern in der Schweiz und im Ausland. So keltert er neben den Trauben, die in Jenins in der Bündner Herrschaft wachsen, auch solche aus Salgesch im Wallis. Er hat sein Sortiment sogar um einen argentinischen Malbec und einen Blanc de Blanc Méthode Classique erweitert. Die kontinuierliche Arbeit an Qualität, Finesse und die Eigenständigkeit seiner Weine zeichnen Valentin Schiess aus. Seine Crus werden regelmässig im In- und Ausland prämiert und von Basel bis Japan getrunken und geschätzt.

www.vinigma.ch

Strickhof

Der Strickhof ist ein Kompetenzzentrum für Land- und Ernährungswirtschaft. Michele Bono, Leiter des 4,5 Hektar umfassenden Bereichs Rebbau, hat sich ganz der Entwicklung und Pflege des Ostschweizer Weinbaus verpflichtet. Er lotet die Freiheiten im Ausbildungs- und Forschungsbetrieb gerne aus: Neben hervorragenden Pinot Noir-Crus wird in der Wülflinger Trotte des Strickhofs auch Wein aus georgischen Amphoren, Kvevris genannt, produziert. An den Schweizer Weintagen präsentiert Bono mit je einem roten und weissen Cru aus der Lage «Schwarzhus» zudem zwei Neuheiten. Die Weine wurden ungefiltert und ungeschwefelt abgefüllt – purer Wein ohne Schnickschnack. Inspiriert wurde Bono dabei von seinem 8-jährigen Sohn, der aus zugekauften Trauben einen eigenen Wein keltern durfte…und dessen Resultat den Papa schwer beeindruckt hat.

www.strickhof.ch

Cave de l’Orlaya

Mathilde Roux

Mathilde Roux stammt von der Côte du Rhone in Frankreich und konnte 2015 in Fully, viele Kilometer flussaufwärts im Wallis, die Kellerei Gerard Roduit übernehmen. Unter dem neuen Namen Cave de l‘Orlaya hat sie den Jahrgang 2015 gekeltert – der 16er ist der erste, der komplett unter ihrer Regie entstand. Schon als Elfjährige kam Mathilde Roux in die Schweiz. Die Ausbildung zur Winzerin und ihre ersten Stationen in Kellereien fanden aber wieder in Montpellier und im französischen Rhonetal statt. Nach weiteren Lehrjahren im Waadtland und in Übersee kann sie nun in Fully ihren Traum als selbständige Winzerin leben. Ihre Reben werden nur mit biologischen Mitteln behandelt, teilweise auch versuchsweise nach biodynamischen Richtlinien. Die Französin hat sich sehr schnell und eng mit den Walliser Sorten angefreundet und ihre Weine zeigen mehr und mehr die feine Handschrift der Winzerin.

www.orlaya.ch

Bioweingut Sitenrain

Nora Breitschmid

Junges Weingut, junge Winzerin, junge Rebsorten und eine fast unbekannte Weinregion. 2005 pflanzten Erika und Ueli Breitschmid in Meggen die ersten Reben ihres kleinen Bioweinguts. Dabei setzten sie auf neue, pilzresistente Sorten wie Solaris, Souvignier Gris, Marechal Foch und Cabernet Cortis. Aus diesen werden Weine mit ausgeprägter Frucht und – bei den weissen Crus – nicht selten auch einem Schuss Exotik gekeltert. Nach einer Winzerlehre im Tessin und einem Studium in Luzern kümmert sich nun Tochter Nora Breitschmid mit ihren drei Schwestern und einem jungen Team um die inzwischen 4,5 Hektar Reben. Diese wachsen auf Sandsteinböden an bester Südlage – mit Blick über den Vierwaldstättersee und auf den Pilatus. Kein Wunder, finden hier bei dieser Lage auch Winzerfeste oder Openair-Konzerte statt.

www.sitenrain.ch

Cantina Fa’Wino

Simone Favini und Claudio Widmer

2012 fanden die Freunde Simone Favini und Claudio Widmer, die beide in Changins Önologie studiert haben, zusammen und gründeten das Cantina Fawino. Simone hatte vorher schon unter dem Namen Favini Weine gekeltert, der Name wurde im Rahmen des Zusammenschlusses an den seines Partners angepasst. Die drei Hektaren Rebland befinden sich in zwei Lagen auf über 450 Metern Höhe am Monte San Giorgio und am Monte Generoso. Nach den Richtlinien der integrierten Produktion und mit minimaler Einwirkung auf die Weine bei der Vinifizierung werden acht verschiedene Weine gekeltert, hauptsächlich aus Merlot. Der bedeutendste Weinführer Italiens «Gambero Rosso» nahm das Tessin kürzlich in die Ausgabe 2018 auf. Der Merlot Riserva «Musa» 2014 von Fa’wino wurde als einer von nur zwei Weinen aus dem Tessin mit der Höchstnote, den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet.

www.fawino.ch

Javet & Javet

Etienne Javet

Die Reben von Javet & Javet wachsen am Mont-Vully über dem Murtensee. Seit Etienne den Familienbetrieb übernommen hat, werden die Demeter zertifizierten Trauben selber verarbeitet. Etienne Javet engagiert sich für die Schaffung der interkantonalen AOC Vully in Fribourg und Waadt – ein Novum in der Schweiz. Neben Chasselas und Pinot Noir keltern J&J auch eine interessante Cuvée aus Gamaret & Merlot.

www.javet-javet.ch

Weinkellerei Hasler

Lukas Hasler

In über 15 Jahren hat es Lukas Hasler am Bielersee vom Quereinsteiger zum Spitzenwinzer gebracht. Sein Credo: Experimentierfreudigkeit, Biodiversität (bald auch Bio-Zertifikat) und kaum Eingriffe im Keller. Seit 2015 wird Hasler durch Oliver Stengel unterstützt, der sich um die Reben kümmert – vier Hektar, die auf Berner und Neuenburger Boden wachsen. Damit gewisse Chargen trotzdem in der Flasche zusammenfinden, werden einige Weine als «Vin de Pays» deklariert. Auch Lagenweine hat das Duo zu bieten. Etwa den Pinot Noir Paradis. Der 2016er hat uns verblüfft und begeistert: Gummi, Feuerstein, Lorbeerblätter, dezente Frucht und viel Eleganz. Ein Querschläger vom quereinsteigenden Querdenker. Das Geheimnis dieses Weins? Vielleicht ist es Lukas Hasler an den Schweizer Weintagen zu entlocken! Seinen Namen hat der Cru nicht wegen der Panoramaterrasse im Hause Hasler – sondern wegen seiner historischen Lagenbezeichnung.

www.haslerwein.ch

Weingut Riehen

Silas Weiss

2018 hat Silas Weiss auf dem Weingut Riehen die Zügel als Betriebsleiter übernommen – unterstützt vom Markgräfler Winzer Hanspeter Ziereisen sowie Jacqueline und Urs Ullrich, die sich neu an dem 3,5 Hektar grossen Weingut im Riehener Schlipf beteiligen. Seit 2014 haben sich die eleganten Crus aus dem nordwestlichsten Rebgebiet der Schweiz in kürzester Zeit einen hervorragenden Ruf unter Liebhabern und Weinkritikern verschafft – damals unter dem Label «Jost & Ziereisen». Mit dem jungen Winzer Silas Weiss, der zuvor in Kaliforniern gewirkt hat, soll die Qualität der Weine weiter gesteigert werden. Der Weg dazu: strenge Selektion, Ertragsreduktion, spontane Gärung und ein schonender Ausbau. Auf den Muschelkalkböden werden Chardonnay, Pinot Blanc und Sauvignon Blanc kultiviert – und natürlich Pinot Noir.

www.weingutriehen.ch

btt